„Ölziehen“ zieht seit einigen Jahren eine Menge Aufmerksamkeit auf sich und möglicherweise gleichermaßen Giftstoffe aus dem menschlichen Körper. Auch wenn die gesundheitsfördernde Wirkung dieser besonderen Form der (Mund-)Reinigung bislang wissenschaftlich noch nicht belegt ist, fußt sie dennoch auf einer langen Tradition: Im Rahmen der ayurvedischen Heilkunde wird das Ölziehen bereits seit Jahrhunderten zum Detoxing praktiziert.
Für was ist Ölziehen gut?
Dem Ölziehen wird nachgesagt, dem menschlichen Körper gleich auf mehreren Ebenen Gutes zu tun. Der Wirkungskreis soll sich dabei weit über den behandelten Mundraum hinaus erstrecken. Da es jedoch bis dato an wissenschaftlichen Beweisen mangelt, ist keine der Wirkungen garantiert.
Ölziehen für die Zähne
Im Rahmen des Ölziehens kommen dem Mundraum sowie den Zahnzwischenräumen eine ausgesprochen gründliche Reinigung zugute. Das Öl dringt tief in die Zwischenräume ein und säubert sie auf diese Weise besonders nachhaltig. Auf diesem Weg soll Ölziehen auch Zahnfleischbluten und der Bildung von Karies entgegenwirken.
Ölziehen für die Mundhygiene
Eine regelmäßige Zahnfleischpflege sorgt dafür, dass sich dieses seltener entzündet, was sich wiederum auf die allgemeine Mundhygiene auswirkt und beispielsweise Mundgeruch vorbeugt. Hierzu liegen erste Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2009 vor, die die positiven Auswirkungen von Ölziehen auf die Mundhygiene bestätigt haben.
Ölziehen gegen Krankheiten
Ob das Ölziehen auch auf die Gesundheit des restlichen Körpers Einfluss zu nehmen vermag, konnte bislang weder abschließend bestätigt noch widerlegt werden. Begeisterte Fans des Ölziehens sprechen der „inneren“ Anwendung von Öl folgende Fähigkeiten zu:
- Schutz vor Hautkrankheiten, wie z. B. Neurodermitis
- Antibakterielle Wirkung und Unterstützung des Immunsystems im Kampf gegen Erkältungen sowie andere Krankheitserreger
- Vorbeugende bzw. heilende Wirkung bei verschiedenen weiteren Krankheitsbildern – von Asthma über Bronchitis, Rheuma und Herzleiden bis hin zu Arthritis und Arthrose
Ölziehen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Das allmorgendliche Ölziehen funktioniert nach einem einfachen Prinzip und ist somit in wenigen Schritten erklärt:
- Zunächst gilt es, ein hochwertiges Pflanzenöl auszuwählen. Extra native Olivenöle bieten sich hervorragend an und erweisen sich auch auf der Geschmacksebene als ausgesprochen angenehm.
- Für einen möglichst positiven Effekt sollte das Ölziehen direkt nach dem Aufstehen praktiziert werden, noch vor der ersten Getränke- oder Nahrungsaufnahme. Zusätzlich kann die Zunge in Vorbereitung auf das Ölziehen mithilfe eines Schabers gereinigt werden.
- Etwa einen Teelöffel voll Öl in den Mund nehmen und für ca. 20 Minuten durch den kompletten Mundraum bewegen. Mithilfe von sanftem Saugen erreicht das Öl auch die mit der Zahnbürste nur schwer zu reinigenden Zahnzwischenräume. Im Rahmen dieser Prozedur sollen sich die Giftstoffe von den Schleimhäuten lösen und im Öl sammeln.
- Mit der Zeit wird das Öl dickflüssiger und gewinnt an Volumen. Häufig nimmt es zudem eine weißliche Farbe an. Dies hängt unter anderem mit dem durch das Ölziehen ausgelösten vermehrten Speichelfluss zusammen. Wichtig: Von Gurgeln sollte abgesehen werden, da das Öl sonst möglicherweise zu tief in den Rachen gerät oder verschluckt wird.
- Nach ca. 20 Minuten ist es an der Zeit, das – nun giftige – Öl auszuspucken und (am besten im Restmüll) zu entsorgen. Anschließend wird mit warmem Wasser nachgespült und im letzten Schritt geht es daran, die Zähne gründlich zu putzen.
Tipp: Ein Glas mit temperiertem Wasser rundet das Ölziehen gemäß der ayurvedischen Lehre optimal ab.

Wie lange sollte man Ölziehen praktizieren?
Für das morgendliche Ritual des Ölziehens werden häufig ca. 15 bis 20 Minuten veranschlagt. Tendenziell gilt: Je länger die Anwendung, desto wahrscheinlicher geht sie mit einem positiven Effekt einher.
Gerade zu Beginn bedarf es jedoch im Regelfall einer Eingewöhnungszeit, bis es gelingt, das Öl für bis zu zwanzig Minuten im Mund zu behalten. Es empfiehlt sich, mit vier oder fünf Minuten zu starten und sich über die Zeit hinweg zu steigern.
Neben der Dauer kommt es vor allem auf die Regelmäßigkeit an. Gemäß der im Jahr 2009 durchgeführten Studie zum Ölziehen machen sich erste Ergebnisse nach ca. 45 Tagen bemerkbar.
Die besten Öle zum Ölziehen
Da beim Ölziehen in aller Regel (mindestens) Kleinstmengen des verwendeten Öls vom Körper aufgenommen werden, spielt die Auswahl eines hochwertigen Öls eine entscheidende Rolle für die Auswirkungen des Ölziehens auf den Körper. Potenzielle Öle sind sorgfältig auf ihre Inhaltsstoffe zu prüfen!
Als besonders geeignet erweisen sich hierbei unter anderem Pflanzenöle mit einem hohen Anteil an gesunden Ölsäuren und Antioxidantien – wie etwa die extra nativen MANI Olivenöle. Hochwertigen Olivenölen wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, was dem Mundraum zusätzlich zugutekommt. Das MANI natives Olivenöl extra, Polyphenol kann sich sogar auf den Stempel „gesundheitsfördernd“ berufen und bietet sich somit ebenfalls als idealer Kandidat für das Ölziehen an.
Auch die MANI-Gründerin Burgi Bläuel schwört übrigens auf das Ölziehen und wendet es bereits seit Jahrzehnten täglich an.